• Wie geht eigentlich sterben?

    Wir fühlen uns unsterblich. Wir denken nicht ans Altern, bis wir plötzlich in den Uni-Kursen Gesprächsthemen mit SeniorstudentInnen finden. Die harten Partynächte sind auch am abklingen, und wir bevorzugen es, unsere Prüfungen ausgeschlafen und gut vorbereitet zu absolvieren. Dann entdeckt man die erste Falte auf der Stirn, die man gekonnt als Symptom des langjährigen Studiums ausmacht. Trotzdem haben wir immer noch unser ganzes Leben vor uns, und so vergisst man lieber schnell, dass es ein unbekanntes Ablaufdatum hat. Dieser Text soll nicht einfach sagen: Carpe diem oder memento mori. Sondern: Sei gut vorbereitet.

  • Alter Filmprojektor

    Filmschmankerl #5 – Dokus

    Das “echte” Leben einfangen – hautnah, authentisch – ein Anspruch, der die Rezeptur für eine vermeintlich perfekte Dokumentation ergeben soll. Doch auch Non-Fiction trägt Fiction in sich und stellt eine Art der Inszenierung dar. Jede Geschichte, die erzählt wird, jedes Faktum, das vermittelt wird, ist von zahlreichen Faktoren beeinflusst. So kann einerseits ein ideologischer Kontext, der nicht bewusst transportiert werden soll, doch in all dem was wir tun mitschwingt, Einfluss nehmen. Doch auch eine Kamera, die nur durch ihre Anwesenheit die Situation verändert, oder der Schnitt, der immer auch mit Selektion verbunden ist, kann nicht neutral gewertet werden.