• Alter Filmprojektor

    Filmschmankerl #1

    Von Hannah Wahl und Bernhard Landkammer Die letzten Jahre dominieren dank Netflix, Amazon Prime und weiteren On-Demand-Anbietern Serien das kulturelle Geschehen. So wichtig und toll das serielle Erzählen sein kann, ist es doch nach wie vor eine Kunst, im Rahmen von 90 bis 120 Minuten (in Ausnahmen auch länger) eine fesselnde Geschichte zu erzählen, Charaktere zu erschaffen, mit denen man mitfühlen will, und eine packende Bildsprache zu kreieren. Seit Beginn der Filmkunst durch die Gebrüder Lumière hat sich einiges getan: Nachdem der Schreck des Publikums ob einer auf der Leinwand einfahrenden Eisenbahn sich gelegt hatte, entwickelte sich das Medium Film vielfältig weiter. Sei es durch technische Bedingungen oder kulturelle Einflüsse,…

  • Man sieht den Protagonisten und seine Mutter. Sie sehen in den Himmel. Es ist Nacht.

    „Die beste aller Welten“ – Hommage an eine heroinsüchtige Mutter

    Vergangenen Freitag fand die Heimpremiere des Spielfilmes „Die beste aller Welten“ aus Salzburg-Liefering statt. Für Jungregisseur Adrian Goiginger eine „Herzenssache“ den Film endlich in Salzburg an der Kinoleinwand zu sehen. Von Hannah Wahl und Bernhard Landkammer „Die Beste aller Welten“ ist das Langfilmdebüt des Salzburgers Adrian Goiginger, der in dem stark autobiographischen Spielfilm seine eigene Kindheit verarbeitet. Der Tod seiner an Krebs erkrankten Mutter im Jahr 2012 gab den Anstoß für das Filmprojekt – das seit seiner Premiere im Februar 2017 bei der Berlinale zahlreiche Preise abstauben konnte und große mediale Aufmerksamkeit auf sich zog. Auch die Salzburg-Premiere war ein voller Erfolg. Der Andrang war so groß, dass am gleichen…

  • UNTEN – Down there

    Vergangenen Freitag fand im Salzburger Filmkulturzentrum die Kino-Premiere des Dokumentarfilms „Unten“ von Djordje Čenić und Hermann Peseckas statt. Zu sehen war der Film in Österreich bisher nur beim „Crossing-Europa“-Filmfestival Linz im April dieses Jahres, wo die Dokumentation mit dem „Social Awareness Award – Local Artist“ ausgezeichnet wurde. Djordje Čenićs autobiographische Reise beginnt im Linz der 1970er Jahre, wo seine Eltern, zwei jugoslawische Gastarbeiter, Arbeit finden: Die Mutter bei Semperit, der Vater bei der Voestalpine. Es ist eine sehr persönliche Familiengeschichte, aber auch eine von Klassengegensätzen und Identitätssuche; von Hoffnung, Heimat und Krieg. So facettenreich die Themen sind, die Čenić auf seiner Reise festhält, so unterschiedlich sind auch die beim Zuschauer ausgelösten…